Ich kann mich noch gut an unsere Familienurlaube in Italien erinnern, bei deren Autofahrten Mama am laufenden Band gesagt hat: “Guckt mal Kinder, ist die Landschaft nicht schön!” Damals fanden wir eher unverständlich wie man sich immer wieder über die gleichen Berge freuen kann. Als ich in den letzten 2 Wochen aus dem Autofenster geschaut habe, konnte ich nicht anders als am laufenden Band kund zu tun, dass die Landschaft einfach fantastisch ist. Man wird eben älter
Um mal eins vorweg zu nehmen, Neuseeland hat mich dermaßen begeistert, dass es mir schwer fällt, den folgenden Bericht nicht zu positiv und übertrieben darzustellen. Wer auf Natur steht, muss Neuseeland defintiv auf seiner Reisezielliste haben, denn so vielfältige und rundum natürliche Landschaften habe ich noch nirgends sonst gesehen!
Wir haben uns leider nur 2 Wochen Zeit und Geld genommen und haben uns daher nur für die Erkundung der Südinsel entschieden. Am ersten Tag haben wir unseren gemieteten Campervan entgegen genommen und haben dann eine Runde um die Insel damit gedreht, genau 3294 Kilometer.
Jeden Tag sind wir ein Stück gefahren und haben zwischendurch immer wieder an Wanderwegen und vor allem massenhaft Ausguckpunkten angehalten. So gegen 19 Uhr haben wir dann nach dem letzten öffentlichen Toiletten Ausschau gehalten und uns dann einen tollen Platz in der Natur zum Schlafen gesucht. Man darf in Neuseeland fast überall Campen. So bald die Dunkelheit angebrochen ist (21 Uhr) haben wir dann unseren Kofferraum zum Bett umgebaut und waren ohne Strom ziemlich an den natürlichen Tag-Nacht Wach-Schlaf Rhythmus angepasst (hoch lebe Frieders Kopftaschenlampe!). Gegen 8 Uhr also meistens aufstehen und nochmal im Fluss oder Meer waschen und los gehts. Das war auf jeden Fall auch mal eine tolle Sache, so völlig natürlich zu leben. Wenns dunkel ist schlafen, keine Schminke, Deo, Haarspray, Handy, Internet etc. Alle 3-4 Tage haben wir uns mal einen Zeltplatz mit warmer Dusche gegönnt. Auf wie viele Dinge man eigentlich verzichten kann und trotzdem glücklich ist, ist doch echt bemerkenswert.
Um nochmal auf die Landschaft zurück zu kommen…Ich hatte von Neuseeland eher dauerhaft grüne Hügel und Schaafe erwartet und nicht so viel mehr. Da habe ich aber weit gefehlt. Unsere Reise hatte durchaus eine Menge Grün und Schaafe zu bieten, aber auch wilde Küste mit Felsen und tosenden Wellen, Traumstrände, wie ich sie noch nie auf der Welt gesehen habe, tropischer Regenwald mit großen Farnbäumen, hohe Berge mit Gletschern und wunderschöne klare Seen und Flüsse, aber auch eine Menge Weinanbaugebiete und zwischendurch auch wirklich trockene Graslandschaften. Und von der Tierwelt habe ich noch gar nicht berichtet, aber meine zahlreichen Robbenbekanntschaften habe ich in einem extra Artikel beschrieben. Ich hoffe die folgenden “aus dem Auto Fotos” geben meinen Eindruck wieder.
Natürlich sind wir nicht nur den ganzen Tag Auto gefahren. Viele kleine Wanderungen und auch größere Touren, wie unsere Gletscherwanderung und Ausflüge zu 60m tiefen klaren Seen haben uns denn Tag versüßt.
Aber ein bisschen außergewöhnliche Action durfte natürlich auch nicht fehlen, aber dazu später mehr…






6. März 2010 um 11:40 |
*Neuseeland auf meinem Reisewunschzettel notier*